Mitterteich. (sgr) Ein großer Erfolg war das geistliche Konzert
Samstagnacht anlässlich des 75. Stadtjubiläums. Nachdem bereits 250
Karten im Vorverkauf weggingen, war der Andrang an der Abendkasse
nochmal so hoch.
Die Mitterteicher machten ihrem Kirchenchor alle Ehre und führten
ihre elegante Kleidung aus, was die festliche Stimmung noch verstärkte.
Auch Petrus hatte ein Einsehen und erhörte die Gebete während der
Woche: das Wetter blieb stabil und trocken.
Häppchen und Getränke
Der Förderverein des Kirchenchors unterstrich seinerseits mit den
exklusiven Häppchen und Getränken die gehobene Atmosphäre. Obwohl
die Sektbar bereits ab 19 Uhr geöffnet war, trudelten die Gäste erst
ab 19.30 Uhr langsam ein und genossen den im Eintrittspreis enthaltenen
Sektcocktail. Kurz nach 20.30 Uhr, nach einer kurzen Begrüßung durch
Bürgermeister Roland Grillmeier, startete schließlich das Konzert mit
"Ich will den Namen Gottes loben" von Johann Sebastian Bach in der
festlich geschmückten und erleuchteten Kirche.
Lediglich am Anfang hat die Orgel den herrlichen Gesang etwas übertönt
statt begleitet, was sicherlich an dem Enthusiasmus und der Begeisterung
des Chorleiters Mathias Schraml lag. Das nachfolgende "Laudate Dominum,
omnes gentes" von Mozart mit einem Sopransolo von Margareta Kusmierz
ließ einen erschauern, der Chor verstand es dies noch zu unterstreichen.
Auch das "Ave Maria" von Franz Liszt berührte die Herzen, wie es mit
gekonnten Piano- und Forte-Passagen durch das Kirchenschiff flüsterte
und dann wieder brauste. Dann durfte Bernd Scheltner als Tenor die
Besucher mit seinem "Panis Angelicus" von César Franck überzeugen.
Nach einer halbstündigen Pause auf dem mit Kerzen und Fackeln
beleuchteten Kirchplatz, auf dem die Gäste die wunderschöne Stimmung
genießen konnten, ging das Konzert mit einem Orgelsolo von Uso
Seifert in die zweite Runde, dem dann der Chor ein Sanctus folgen ließ.
Nach dem Agnus Dei von Puccini, das mit seiner Leichtigkeit und den
Tenor- und Bass-Soli bestach, wechselte der Chor von der Empore in
den Altarraum um die Zuhörer mit mehreren a capella-Stücken zu erfreuen.
Besonders das "Vater unser" von Tschaikowsky ließ so manches Herz
höher schlagen. Mit Franz Xaver Engelharts "Abendgebet" durften
Luitgard Müller und Margareta Kusmierz mit ihren Solis nochmals
ihr Können unter Beweis stellen. Vorerst beschlossen wurde die
Nacht mit dem "Abendsegen" von Engelbert Humperdink.
Professionelle Leistung
Pfarrgemeinderätin Carmen Roose sprach dann noch allen aus dem Herzen,
wie sehr die Darbietung von der Größe und Liebe Gottes zeugte und
bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Mit "Der Mond ist aufgegangen"
verabschiedeten sich die Laiensänger, die eine wahrhaft professionelle
Leistung ablieferten, endgültig.
Anschließend fanden sich noch etliche Besucher ein, um die Nacht
gemeinsam auf dem Kirchplatz bei Vollmond ausklingen zu lassen.
|